Dienstag, 13. November 2007

4 Wochen Uni - ein kurzes Resume

Tausende neue Menschen, Bekanntschaften und vielleicht auch die Chance auf neue Freundschaften.

Hunderte neue Gedanken, eine Menge Input, neues Wissen.

Zwanzig neue Unigebäude. Immer noch verwirrend.

Acht Vorlesungen, die oft mehr selten weniger interessant sind.

Ein Mensch. Einer Unter vielen, unter den vielen tausenden.


Ja, es ist vorrangig neu, spannend, langweilig und...und?
Es ist schwierig. ICh fühle mich wie in einer Masse von Menschen, die genau nach demselben streben: Und zwar Wissen. Nach dem Wissen folgt die Anerkennung für das Wissen und die erworbenen Fähigkeiten - meist in Form von Geld oder durch die Gesellschaft.


Bis dahin ist es aber ein langer Weg. Einfach studieren kann jeder. Input aufsaugen. Das dann lernen. Aufschreiben. 1,5 auf dem Papier und los in die Arbeitswelt...öm, Arbeitswelt! Einfach so, nach drei Jahren einen Job finden!? Pustekuchen. Am besten noch mit ner Bezahlung von 3000 € Netto. Ausgeträumt ihr lieben.
Um das wirklich so hinzubekommen, muss man nicht nur Input ertragen. Man muss sich anderweitig weiterbilden.
Und genau das ist das Problem. Es gibt so viele verschiedene Möglichkeiten. Stipendium bei einer Stiftung, Auslandspraktika, Parteien, außerpolitische Oganisationen, früh in der Politik anfangen, Theater spielen...und und und.
Das ist alles chön und gut. Das Problem ist: Unsicherheit. Jeder macht was anderes. Jeder begeistert einen damit. Durch jeden fühlt man sich, als ob man was falsch macht, etwas nicht tut was einem mal helfen kann. Man hat Angst, dass man auf der Strecke bleibt. Besonders in einem Fach wie PoWi, wo die Jobchancen "angeblich" nicht so rosig stehen.

Dabei stehen uns doch eigentlich alle Chancen offen. Wie von Lijphardt und anderen PoWi's zu lesen ist, haben wir so viele Möglichkeiten. Selbst die Profs sagen, es stehe gar nicht so schlecht.


Trotzdem: Ich fühle mich im Moment au verlorenem Posten. Ohne Perspektive. Dabei sind es erst 4 Wochen Studium. Eigentlich ein Witz. Aber das Sprichwort: "Der frühe Vogel fängt den Wurm" hat wohl auch hier Gültigkeit.


Aber, mal abgesehen davon: Ich fühle mich nicht alleine auf diesem verlorenen Posten. Den ich habe das Gefühl, ich habe hier in Bremen Leute gefunden, mit denen ich darüber reden kann, die vielleicht ähnlich denken.
Und auch weit weg in anderen Städten bin ich mir der seelischen und moralischen Unterstützung bewusst.

Mein Motto (welches sehr schwer zu verwirklichen sein wird): Hilfe zur Selbsthilfe, Motivation zur Selbstmotivation, den Kopf allenfals in die Weser stecken und: PUSH IT FORWARD.

Ich bin raus.

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